OSTRAGEHEGE
LITERARISCHE ARENA e.V.
Starke Newcomer in der Ostragehege
Die Zeitschrift für Literatur und Kunst OSTRAGEHEGE erscheint in dieser Woche zum 44. Mal im gut sortierten Buchhandel (ISSN 0947-1286, Heftpreis: 4,90 Euro, Jahresabo: 13,50 Euro).
Das 44. Heft der Zeitschrift für Literatur und Kunst OSTRAGEHEGE enthält lesenswerte Überraschungen. Die Lektüre des Heftes kann zur Entdeckungsreise werden, da insbesondere die Texte einiger Newcomer von außerordentlicher Qualität sind.
Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang die in Berlin lebende Deutsch schreibende tschechische Autorin Milena Oda. Mit ihrer im Heft abgedruckten Erzählung „Schritt und Tritt“ knüpft sie an das hohe Niveau der Prager deutschen Literatur der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts an.
Zu erwähnen ist weiterhin der in Deutschland im Exil lebende kubanischer Autor Carlos A. Aguilera, dessen poetischer Kommentar zu Mao’s „Tötet die Spatzen!“-Kampagne ätzend respektlos und literarisch originell und von hoher Qualität ist.
Schließlich sind zwei neue Dichterinnen zu entdecken – Mara Genschel (aus Leipzig) und die von Ron Winkler in der Rubrik „Lagebesprechung“ vorgestellte Sonja Harter (aus Wien) –, die jede für sich eine vollkommen neue Note in die nachwachsende Lyrikszene einbringen.
Das Heft überrascht aber auch mit späten Funden. So mit der Erzählung „Die Büste des Dichters“ von Jiøí Weil (1900 – 1959), welche einen amüsanten Einblick in die chaotischen 1920er Jahre gibt. Eine Überraschung dürfte auch Irina Poljanskajas (1952 – 2005) Erzählung „Bügeleisen und Eis“ sein – 2004 in Russland als beste Erzählung des Jahres ausgezeichnet.
Herausragend sind außerdem die neuesten Gedichte von Elke Erb und Andreas Altmann sowie das kenntnisreiche Gespräch, welches Peter Gehrisch – unter dem Titel „Auf der Suche nach dem wahren Namen der Dinge“ – mit dem Lyriker und Erzähler Uwe Grüning geführt hat. Prägend für das Gesicht des Heftes sind jedoch vor allem die Fotografien des Berliners Arno Fischer (Jg. 1927). Sein genaues Abtasten der Oberflächen gestattet auch einen Blick unter die Folie der Wirklichkeit.
Andere Inhalte stehen wie starke Fragezeichen im Raum – etwa Ingeborg Horns Prosa „Anderswerden“ oder Lutz Rathenows autobiographischer Rückblick „Als ich einmal Hakenkreuze zeichnete“.
OSTRAGEHEGE kann über ausgewählte Buch- und Zeitschriftenhandlungen, per Telefon (0351 – 2691326) und über Internet (www.ostra-gehege.de) bezogen werden. Kontakte über E-Mail: dkrausee@gmx.de Im Internet finden Sie eine Leseprobe des jeweils aktuellen Heftes.
Viel Vergnügen bei der Lektüre!
Dresden, den 12.12.06
Pressemitteilung, Nr. 44/2006
Kontaktadresse: LITERARISCHE ARENA e.V. : c/o Axel Helbig, Birkenstraße 16, 01328 Dresden.
